Stadthalle Mülheim
Theodor-Heuss-Platz 1
45479 Mülheim an der Ruhr
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Kultur | Kongress | Zentrum STADTHALLE Mülheim an der Ruhr

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grande dame mit stil und high tech

 

Die historische Welt der Stadthalle in Mülheim an der Ruhr: TheatersaalSie ist eine alte Dame mit Eleganz und Grandezza. Und zugleich ein ultramodernes Tagungs-, Kultur- und Kongresszentrum mit aktuellster Technik. Die Stadthalle beweist mit Bravour, wie Beides unter einem Dach harmoniert.

1925/26 schufen die Architekten Dr. Hans Großmann und Arthur Pfeifer – die unter anderem auch weitere herausragende Gebäude der Stadt gestalteten – sowie Innenarchitekt Professor Emil Fahrenkamp ein imposantes Bauwerk, das am Ruhrufer nahezu authentisch erhalten blieb. Theatersaal und Foyer mit Eingang über dem früheren „Ehrenhof“ (heute überdacht und als Restaurant Caruso bekannt) korrespondierten mit neo-klassizistischem Stil mit dem Rathaus und einstigen Stadtbad am gegenüberliegenden Ruhrufer.

Die Eröffnung am 5. Januar 1926, untermalt vom 1. Satz aus Bruckners 7. Sinfonie, wird in den Annalen als stilvoll und festlich erinnert. Lange währte die Blütezeit des kulturellen Zentrums der Stadt nicht. Die Halle wurde in der Nacht vom 22. auf den 23. Juni 1943 bei einem Bombenangriff schwer getroffen und brannte größtenteils ab. Erst vierzehn Jahre später – am 11. Oktober 1957 – fand die feierliche Wiedereröffnung in großem Stil statt. Bundespräsident Theodor Heuss gab sich die Ehre, als sich mit der Aufführung von Goethes „Egmont“ mit Klaus-Jürgen Wussow und Ida Krottendorf in den Hauptrollen der Vorgang endlich wieder hob.

Der Wiederaufbau unter Leitung von Professor Gerhard Moritz Graubner erweiterte die Stadthalle um den Anbau eines seinerzeit schon sehr futuristisch anmutenden, modernen Kongress- und Festsaals und der Eingangshalle. Der Ehrenhof wurde zum „Wintergarten“, wogegen die mittlerweile historische Fassade zur Ruhr bewahrt blieb.

Viele Mülheimer wuchsen mit der Stadthalle auf: das erste Kindertheater-Stück – ein wohl ebenso aufregendes Erlebnis wie der Abschussball der Tanzschule! Firmenjubiläen und Karnevalssitzungen, Betriebsversammlungen und Theatertage, Balletschul-Aufführungen und Kreativ-Märkte brachten ganze Generationen von Einheimischen immer wieder in das beeindruckende Gebäude direkt am Fluss.

1990/91 wurden bei den Vorbereitungen zur Mülheimer Landesgartenschau 1992 (MüGa) die Unter- und Ober-Maschinerie der Theatersaal-Bühne und der Bühnenboden erneuert, die Eingangshalle renoviert und die Rotunde angebaut (heute Buchungsbüro). Ansonsten war die „Grande Dame“ ein wenig zur „guten Stube“ der Stadt mutiert. Der einstige Glanz zeigte sich leicht angestaubt, der technische und architektonische Vorsprung waren längst passé.

Zeit also für eine gehörige „Rundumerneuerung“. Zuerst galt es unter Regie der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST), die das Gebäude im August 2002 übernahm, die wichtigsten, substanziellen Veränderungen schnell umzusetzen. Bis 2004 wurden mit der Erneuerung der Brandschutzanlage und des denkmalgeschützten Kupferdachs die dringlichsten Sanierungen durchgeführt, 2006/2007 erfolgte der Umbau zum Kultur- und Kongresszentrum unter Leitung von Professor Rudolf Schricker (Stuttgart).

Für jeden Kongress den passenden Raum: Lichtvariation im EingangsfoyerÄußerlich umverändert, werden die Besucher direkt in der neu gestalteten Eingangshalle mit variablen Leuchtdecken, flexiblen Tagungsräumen in sachlich-kühler „Verpackung“ und lässiger Bistro-Lounge mit leichtem Retro-Touch zeitgemäß empfangen: Der Muff der Nachkriegszeit ist verschwunden! Eleganz und Multifunktionalität springen ins Auge; modernste Medien-, Licht- und Klimatechnik sorgen für Rundum-Wohlfühl-Atmosphäre. Von ihrem besonderen Charme büßte die Stadthalle nichts ein, ganz im Gegenteil: Altes und Neues ergeben einen höchst reizvollen Kontrast.

Das architektonische Kleinod birgt übrigens auch einige kunsthistorische Juwelen: Unübersehbar schmücken im Ruhr-Foyer die großflächigen Mosaike von Johan Thorn-Prikker mit den Titeln „Die erhabene Musik“ und „Die profane Musik“ die Eingangssäulen.

Weitere Plastiken herausragender Künstler verschiedenster Epochen sind auf den Wandelgängen anzutreffen: der „Schmied“von Constantin Emile Meunier (1831 – 1905), „Stehendes Mädchen“ von Gerhard Marcks (1898 – 1981), „Kniendes Mädchen“ von Richard Scheibe (1879 – 1964), der „Stehende Knabe“ und „Der Sinnende“ von Hermann Lickfeld (1889 – 1941), „Ehra im Wind“ von Otto Pankok (1893- 1966) und der „Storch“ von Philipp Harth (1885 – 1968).

Jüngste Errungenschaft ist der Brunnen auf dem Vorplatz, der – als „Mülheimer Gruppe“ tituliert –1992 von Robert Schad geschaffen wurde.


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